Anna Halprin 13.07.20 – 24.5.2021

Anna hat ein langes erfülltes Leben gehabt und ist im Alter von 101 am 24.05 2021 verstorben, sie hat so viele Leben inspiriert und verwandelt, wir gedenekn ihrer in großer Dankbarkeit und Wertschätzung: Auszug aus dem Nachruf von Tamalpa e.V. und Ausbildungsinstitut Tamalpa Germany: ( Presse, Videos finden sie auf der Kondolenzseite von Tamalpa Germany hier)

Annas unermüdliche Neugierde an Menschen, als Teil der Natur und dem Tanz, als Ausdruck verkörperter Lebensprozesse, machte sie zur Leitfigur des postmodernen amerikanischen Tanzes und darüber hinaus.
Annas Pionierarbeit geht auf ein über 70-jähriges Engagement zurück, in dem sie die fest etablierten Grenzen zwischen Kunst, Pädagogik, Therapie und sozial-politischer Aktion überschritten hat. Zu Beginn, in den 1950er Jahren, wurde ihr Werk und Engagement für ein interdisziplinäres Zusammen- wirken verschiedener Sparten noch weithin als provokant und als dem Tanz, bzw. anderer Sparten und Bewegungen, nicht zugehörig rezipiert. Ihr unbeirrbares Verständnis, das Kunst nicht als vom Leben getrenntes Produkt betrachtet werden kann, sondern Leben und Kunst sich gegenseitig beeinflussen und substanziell nähren, das Tanz und Performanz als transformierbare Praktik und Bindeglied zwischen Gesellschaft und Kunst fungieren kann, diese gelebten Erfahrungen und ihr fest verwurzelter Glaube an die heilsame Wirkung des Tanzes, schufen ihr den Weg zur international anerkannten Persönlichkeit im öffentlichen Raum.
Wir trauern in tiefer Verbundenheit und tragen Anna in unserem Herzen und ihre Inspiration, den Tamalpa Life/Art Process, weiter und voran in die Zukunft.
Für Anna Halprin, Mitbegründerin des Tamalpa Life Art Process, kann jede Bewegung und alles Leben Tanz sein: „Breath made visible“ ist ihre Definition und so lautet auch der Titel ihres  bewegenden Filmportraits. In allen Phasen ihres Leben folgte sie der Vision, Leben und Kunst im Tanz wieder zu verbinden, eine in früheren Kulturen mit rituellen Tänzen und Gesängen gelebte Realität. Das bedeutet auch das „Jede/r ein/e Tänzer/in ein/e Künstler/in ist und keine besonderen künstlerischen Voraussetzungen nötig, um sich kreativ auszudrücken.

Anna Halprin sagt von sich, dass sie Ihr ganzes Leben getanzt hat und so wählte sie dies auch zum Beruf.  Bereits in ihrer künstlerischen Arbeit stellte sie fest, dass zwischen blockierten Lebensprozessen und blockierten künstlerischen Prozessen ein starker Zusammenhang besteht.

In der Auseinandersetzung mit ihrer Krebserkrankung erlebte sie, dass ihr Körper über den kreativen Ausdruck Selbstheilungskräfte aktivieren konnte. Dies veränderte ihre Lebenseinstellung grundlegend: „Before I used life for my art, now I use art for my life.“(Früher lebte ich für die Kunst. Jetzt nutze ich die Kunst für mein Leben.)

Mit ihrer Tochter Daria, die bei dem bekannten Gestalttherapie Begründer Fritz Perls gelernt hat, entwickelten sie die Arbeitsweise weiter zum „Tamalpa Life Art Process“ (TLAP) und begründete das Tamalpa Institute, C.A. USA,

Es ist ein ganzheitlicher Ansatz für Gesundheit, Kunst und Kommunikation und in der Expressive Arts Therapy international anerkannt

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